Der Gardasee oder Benaco ist der größte See Italiens. Er wurde durch den Etschgletscher in
der vergangenen Eiszeit geformt, dessen Spuren man noch heute eindrucksvoll
verfolgen kann. Zwischen den Alpen und der Poebene, etwa 65 m über Meereshöhe, liegt
der Gardasee im Norden in der Region Trentino-Südtirol, im Westen in der Lombardei, im Osten in Venetien. Damit teilen sich die drei
Provinzen Trentino (Norden), Verona (Osten) und Brescia (Westen) die Verwaltung.
Im See befinden sich einige Inseln, die größte liegt in der Nähe von Salò: Isola del Garda mit der Villa Borghese. Ca. 2km
südlich davon, ebenfalls in der Bucht von Manerba und San Felice, liegt die
Isola San Biagio, auch Isola di coniglie (Haseninsel) genannt. San Biagio ist
ein beliebtes Ausflugsziel, das nicht nur mit dem Boot, sondern auch zu Fuß vom
Festland (je nach Wasserstand hüfttief oder trockenen Fusses) erreicht werden
kann. Eine weitere Insel liegt vor Malcesine, diese ist jedoch militärisches
Sperrgebiet und darf nicht betreten werden. Das Klima ist aufgrund der Lage sub-mediterran. In
Gardone Riviera, am Süd-Westufer des Sees, herrscht das mildeste Klima nördlich
des Apennin. Durch den thermischen
Wind, die sogenannte Ora,
ist Luftbewegung am Nachmittag fast immer garantiert, weswegen der nördliche
Gardasee zwischen Torbole und Malcesine bei Surfern sehr beliebt ist. Rund um den Gardasee prägen mediterrane Vegetationsformen wie Zypressen, Oleander, Zedern, Olivenbäume und auch Palmen das Erscheinungsbild. An den sonnenüberfluteten
Hängen gedeihen Agaven, Opuntien und Kapersträuche. Berühmt ist der Gardasee
auch für seine Limonaien, in denen früher Zitronen und Orangen angebaut wurden.
Heute werden nur noch einige Limonaien, besonders für die Touristen,
bewirtschaftet. Die meisten findet man an der Westküste, der Riviera dei Limoni,
zwischen Toscolano-Maderno und Limone. Die Ostküste heißt Riviera dei Olivi, da
sich an den Hängen des Monte Baldo große Olivenhaine erstrecken. |